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Literatur in Winterthur

«Valentin las auch deshalb so gern, weil er fest daran glaubte, dass man durch nichts auf der Welt so viele Leben neben- und nacheinander leben konnte wie durch das Lesen.»


Rafik Schami, Reise zwischen Nacht und Morgen

Aktuell
COVID-19 Schutzmassnahmen

Liebe Mitglieder,
Liebe Interessenten und Interessentinnen,

Auch weiterhin gelten die Vorgaben des Bundes und des Kantons, weshalb wir die Situation jeweils zeitnah evaluieren. Sobald Veranstaltungen wieder möglich sind,  werden diese unter Einhaltung eines Schutzkonzeptes durchgeführt. Das aktuelle Schutzkonzept für die Lesungen der Literarischen Vereinigung Winterthur ist hier einsehbar. Die wichtigsten Schutzmassnahmen sind a) genügend Abstand, b) eine Maskentragepflicht und c) die Aufnahme der Personendaten für ein allfälliges Contact Tracing.

 

Reservationen für das Frühlingsprogramm 2021 sind ab einem Monat vor der jeweiligen Veranstaltung möglich.

 

Wir danken für Ihr Verständnis und wünschen Ihnen gute Gesundheit.

Franz Hohler – «Fahrplanmässiger Aufenthalt»

Eingeführt von Ruth Loosli

Neuer Austragungsort: Alte Kaserne (s. links)

 

Das Schreiben Franz Hohlers ist immer auch ein Reisen. Nicht selten entsteht es unterwegs, an Bahnhöfen oder Flughäfen, im Gehen oder Warten. Fahrplanmäßiger Aufenthalt versammelt die neueste Kurzprosa dieses grossen Meisters der kleinen Form. Die Erzählungen führen in die Ferne, nach Sarajevo, Kenia, Odessa oder auf den Maidan nach Kiew. Sie führen aber auch in einen Wartesaal am Bahnhof Schwäbisch Hall oder zur Birke vor dem eigenen Haus. Brillant beiläufig und pointiert öffnen sie die Fenster in die Wirklichkeit, die fremde wie die eigene, und gleiten unversehens ins Phantastische. Sie erzählen davon, was sich in unserer immer kleiner werdenden Welt entdecken lässt, wenn man nur genau hinsieht.

 

Franz Hohler, geboren 1943 in Biel, aufgewachsen in Olten. Er studierte einige Semester Germanistik und Romanistik, danach widmete er sich ganz der Kunst. Sein Werk umfasst unter anderem Kabarettprogramme, Theaterstücke, Film- und Fernsehproduktionen, Kinderbücher, Kurzgeschichten, Romane und Gedichte.

06.06.21, 17.00 Uhr

Alte Kaserne, Türöffnung 16.00 Uhr, Eintritt:  20.– / 10.–, Mitglieder LVW: Eintritt frei

Guy Krneta- «Die Perücke»

Eingeführt von Barbara Tribelhorn und musikalisch begleitet von Michael  Pfeuti

Der mehrfach preisgekrönte Theaterautor und Schriftsteller Guy Krneta liest aus dem Mundart-Originaltext D Perügge und wird begleitet von Michael Pfeuti am Bassetto. Der Protagonist ist ein junger Studienabbrecher, der zum Theater will. Wie auch Krneta findet er am Stadttheater Bern eine erste Heimat. Er geniesst den Trubel und die neugewonnene Familie hinter den Kulissen, bis seine depressive Freundin Esther aus dem Leben scheidet. Sie hinterlässt ihm ihre Tagebücher, die er auf die Bühne bringen will – zusammen mit der Regisseurin Rike, die in diesem Gefüge Esthers Gegenpol ist. Rike hat sich ganz dem Theater verschrieben, sie hat sich ein Leben um ihre Passion herum gebaut. Und genau das geschieht nun auch mit unserem Protagonisten. 22 Jahre später steht er schliesslich wieder an Esthers Grab.

 

Guy Krneta, Theatermann, Spoken-Word-Literat und Gründer des Autorenkollektivs Bern ist überall, gilt trotz seines jungen Alters als Vater der Schweizer Mundart- literatur. In seinem neuen Buch Die Perücke schreibt er jedoch plötzlich nicht mehr Berndeutsch, sondern Hochdeutsch – hören werden wir ihn an diesem Abend dennoch in Mundart.

21.06.21, 19.30 Uhr

COALMINE Café, Türöffnung 18.30 Uhr, Eintritt:  20.– / 10.–, Mitglieder LVW: Eintritt frei