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Literatur in Winterthur

«Valentin las auch deshalb so gern, weil er fest daran glaubte, dass man durch nichts auf der Welt so viele Leben neben- und nacheinander leben konnte wie durch das Lesen.»


Rafik Schami, Reise zwischen Nacht und Morgen

Aktuell
COVID-19 Schutzmassnahmen

Liebe Mitglieder,
Liebe Interessenten und Interessentinnen,

 

Damit Sie sich bei uns sicher und wohl fühlen, ist der Zutritt zu unseren Lesungen per 7. September 2021 ausschliesslich mit gültigem Covid-Zertifikat gestattet. Beim Einlass überprüfen wir, ob Sie zweifach geimpft, genesen oder getestet sind. Bitte bringen Sie neben dem Covid-Zertifikat einen gültigen Ausweis mit.

Beim Betreten und Verlassen des Veranstaltungsortes (einschliesslich Eingangsbereich und Toilette) gilt Maskenpflicht. Wenn Sie sich an Ihrem Sitzplatz befinden, können Sie die Maske ablegen.

 

Wir danken für Ihr Verständnis und wünschen Ihnen gute Gesundheit.

Flavio Steimann – «Krumholz»

In Zusammenarbeit mit Zürich liest

Eingeführt von Adriana Rey

Die ländliche Schweiz im frühen 20. Jahrhundert: Das Leben der Bauern, Arbeiter und Handwerker ist von modernen Errungenschaften und Ideen noch weitgehend unberührt; kirchliche Feiertage sowie die Abfolge der Jahreszeiten prägen den Zeitenlauf. Die Arbeit ist hart, der Umgang rau und die Vergnügungen spärlich. Eines Frühsommers erhitzt ein brutales Verbrechen die Gemüter. Fortan gilt nur noch ein Gebot: Den Mörder zu fassen und zu bestrafen.

Der Roman widmet sich in gleichen Teilen dem Opfer und dem Täter, der taubstummen Agatha und dem Landstreicher Zenz. In arme, lieblose Verhältnisse hineingeboren sind sie beide gierig nach Leben und einem kleinen Glück. In kraftvoller, eindringlicher und lyrisch verdichteter Sprache schildert der Autor das Leben zweier Aussenseiter in einer unbarmherzigen Gesellschaft.

 

Flavio Steimann wurde 1945 geboren und lebt und arbeitet in Luzern. Er ist Autor von Romanen, Erzählungen, Kurzgeschichten sowie Theaterstücken. Für seine Erzählung Aperwind erhielt er den Schweizerischen Schillerpreis.

25.10.21, 19.30 Uhr

COALMINE Café, Türöffnung 18.30 Uhr, Eintritt: 20.– / 10.–, Mitglieder LVW: Eintritt frei

 

Jan Wagner – «Der glückliche Augenblick»

Eingeführt von Claudio Notz

Jan Wagner ist nicht nur ein begnadeter, er ist auch ein begeisterter Lyriker. Dies gilt selbst dann, wenn er wie in seinem neuen Band Der glückliche Augenblick Prosa verfasst. Worüber Wagner auch schreibt – über das Verhältnis von Lyrik und Fotografie, Motorroller und Geistergeld in Vietnam, über Pässe und Grenzen oder schlicht den Wiedehopf – sein offener, dem Staunen verpflichteter Blick auf die Welt macht diese mit beiläufiger Eleganz geschriebenen Essays zu herrlichen Wundertüten – aus jeder einzelnen sind meisterhaft zugespitzte Geschichten und immer wieder überraschende Erkenntnisse zu ziehen, ganz so wie in seinen Gedichten auch.

 

Jan Wagner,1971 in Hamburg geboren, lebt in Berlin. 2001 erschien sein erster Gedichtband Probebohrung im Himmel. Es folgten Guerickes Sperling (2004), Achtzehn Pasteten (2007), Australien (2010), Die Eulenhasser in den Hallenhäusern (2012) und der Sammelband Selbstporträt mit Bienenschwarm (2016). Zuletzt erschien der Essayband Der verschlossene Raum (2017). Für seinen Gedichtband Regentonnenvariationen (2014) gewann er 2015 den Preis der Leipziger Buchmesse, 2017 wurde er mit dem Georg-Büchner-Preis ausgezeichnet.

8.11.21, 19.30 Uhr

COALMINE Café, Türöffnung 18.30 Uhr, Eintritt: 20.– / 10.–, Mitglieder LVW: Eintritt frei