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Literatur in Winterthur

«Valentin las auch deshalb so gern, weil er fest daran glaubte, dass man durch nichts auf der Welt so viele Leben neben- und nacheinander leben konnte wie durch das Lesen.»


Rafik Schami, Reise zwischen Nacht und Morgen

Aktuell
COVID-19 Schutzmassnahmen

Liebe Mitglieder,
Liebe Interessenten und Interessentinnen,

Auch weiterhin gelten die Vorgaben des Bundes und des Kantons, weshalb wir die Situation jeweils zeitnah evaluieren. Sobald Veranstaltungen wieder möglich sind,  werden diese unter Einhaltung eines Schutzkonzeptes durchgeführt. Das aktuelle Schutzkonzept für die Lesungen der Literarischen Vereinigung Winterthur ist hier einsehbar. Die wichtigsten Schutzmassnahmen sind a) genügend Abstand, b) eine Maskentragepflicht und c) die Aufnahme der Personendaten für ein allfälliges Contact Tracing.

 

Reservationen für das Frühlingsprogramm 2021 sind ab einem Monat vor der jeweiligen Veranstaltung möglich.

 

Wir danken für Ihr Verständnis und wünschen Ihnen gute Gesundheit.

*Wird, wenn möglich, verschoben:* Dorothee Elmiger – «Aus der Zuckerfabrik»

Eingeführt von Evelyn Schertler Kaufmann

Aus der Zuckerfabrik ist die komprimierte Geschichte einer Recherche, die den Blick öffnet für die Komplexität dieser Welt rings um die Kreisläufe von Kapital, Arbeitskraft und Begehren. Der Text offenbart sich in seiner kühnen Form als Journal voller Beobachtungen – diese verführen uns mit einer Fülle von literarischen Zitaten zum (Mit)träumen. So drängen sich nachts Gestalt gewordene Erinnerungen am Bett der Autorin, sie folgt den Spuren des Geldes und des Verlangens durch Jahrhunderte und Weltgegenden. Dabei entwirft sie Biographien von Mystikerinnen, Unersättlichen und Kolonialisten, studiert die Routen der Schiffe auf dem Atlantik, protokolliert Träume und Fälle von Ekstase und Wahnsinn.

 

Dorothee Elmiger, geboren 1985, lebt und arbeitet in Zürich. 2010 erschien ihr Debüt Einladung an die Waghalsigen, 2014 der Roman Schlafgänger. Ihre Texte wurden vielfach übersetzt, für die Bühne adaptiert und ausgezeichnet, u. a. mit dem Aspekte-Literaturpreis, dem Rauriser Literaturpreis, dem Erich-Fried-Preis und einem Schweizer Literaturpreis.

12.04.21, 19.30 Uhr

COALMINE Café, Türöffnung 18.30 Uhr, Eintritt:  20.– / 10.–, Mitglieder LVW: Eintritt frei

Ralf Schlatter – «Muttertag»

Eingeführt von Lisa Briner

«Mutter, Mutter, Mutter. Was hast du mir da nur eingebrockt.» Die Mutter hat beschlossen zu sterben, ihr Sohn soll ihr dabei helfen. Weil er Zeit zum Nachdenken braucht, macht sich der Sohn in Ralf Schlatters Muttertag zu Fuss auf zu diesem Abschied. Frühmorgens geht er los, den ganzen Weg von Zürich nach Schaffhausen, wo die Mutter abends sterben wird. Stunde um Stunde versucht er zu verstehen, wer diese Mutter war und warum er nie von ihr loskam. Zu jedem Stundenschlag denkt er sich einen möglichen Abschied von der Mutter aus – bis er ankommt und der letzte Abschied tatsächlich ansteht.

Ralf Schlatter erzählt vom Aufwachsen in einer ganz normalen Kleinfamilie der 1970er Jahre und davon, dass man immer etwas von der Generation vor einem mitträgt. Sein Roman im Takt des Gehens ist ein hochgradig reflektiertes «Kreuzfeuer der Erinnerung» (Beat Mazenauer), das weder die Mutter noch den Sohn schont, doch durch seine Wahrhaftigkeit und seinen Humor besticht.

 

Ralf Schlatter, geboren 1971, lebt als freier Autor und Kabarettist im Duo «schön & gut» in Zürich. Zuletzt erschien von ihm Sagte Liesegang (2013), Maliaño (2015), Steingrubers Jahr (2017) und das Kinderbuch Margarethe geht (2019).

03.05.21, 19.30 Uhr

COALMINE Café, Türöffnung 18.30 Uhr, Eintritt:  20.– / 10.–, Mitglieder LVW: Eintritt frei