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Literatur in Winterthur

«Valentin las auch deshalb so gern, weil er fest daran glaubte, dass man durch nichts auf der Welt so viele Leben neben- und nacheinander leben konnte wie durch das Lesen.»


Rafik Schami, Reise zwischen Nacht und Morgen

Aktuell
COVID-19 Schutzmassnahmen

Liebe Mitglieder
Liebe Interessenten und Interessentinnen

Leider hat sich die Lage der Pandemie nicht auf erfreuliche Weise entwickelt. Dies führte dazu, dass wir  auch die letzte Veranstaltung unseres Herbstprogramms mit Sascha Garzetti, die am 14.12.20 stattgefunden hätte, ausfallen lassen mussten. Die Veranstaltung mit Franz Hohler vom 1.11.20 ist in die nächste Saison verschoben worden. Wir bitten Sie dies zur Kenntnis zu nehmen. Reservationen für das neue Veranstaltungsdatum bitten wir zum gegebenen Zeitpunkt nochmals neu vorzunehmen.

 

Für die kommenden Veranstaltungen werden wir die Situation jeweils zeitnah evaluieren. Es gelten die Vorgaben des Bundes und des Kantons, weshalb die Veranstaltungen  unter Einhaltung eines Schutzkonzeptes durchgeführt werden müssen. Das aktuelle Schutzkonzept für die Lesungen der Literarischen Vereinigung Winterthur ist hier einsehbar. Die wichtigsten Schutzmassnahmen sind a) genügend Abstand, b) eine Maskentragepflicht und c) die Aufnahme der Personendaten für ein allfälliges Contact Tracing.

 

Reservationen für das Frühlingsprogramm 2021 sind ab einem Monat vor der jeweiligen Veranstaltung möglich.

 

Wir danken für Ihr Verständnis und wünschen Ihnen gute Gesundheit.

Meral Kureyshi – «Fünf Jahreszeiten»

Eingeführt von Andrea Weber

Zu Beginn wird der Abschied von Adam erzählt. Dann geht es zurück in den Winter, als die Ich-Erzählerin sich in Adam, den Künstler, verliebt, gleichzeitig aber mit Manuel, dem Dozenten für Kunstgeschichte, zusammen ist. Sie arbeitet in einem Museum, wartet, dass etwas passiert, beobachtet die Menschen und vertreibt sich die Zeit mit Gesprächen mit Nikola, der ebenfalls Aufseher im Museum ist – oder mit Gedanken wie dem, ob es gut sei, wenn die Zeit schnell vergeht. Es bleibt viel Platz für Erinnerungen, und immer wieder erinnern Episoden und Orte des Alltäglichen die Protagonistin an ihren verstorbenen Baba. Fünf Jahreszeiten erzählt sehr poetisch vom Alltag einer jungen Frau, von ihrer Trauer, von ihren Beziehungen und ihrem Verharren.

 

Meral Kureyshi, geboren 1983 in Prizren im ehemaligen Jugoslawien, kam 1992 mit ihrer Familie in die Schweiz und lebt in Bern. Sie hat Literatur und Germanistik studiert, gründete das Lyrikatelier und arbeitet als freie Autorin. Mit ihrem ersten Roman Elefanten im Garten war sie bereits in der Literarischen zu Gast und war nominiert für den Schweizer Buchpreis. Kureyshi wurde mehrfach ausgezeichnet und in viele Sprachen übersetzt.

22.03.21, 19.30 Uhr

COALMINE Café, Türöffnung 18.30 Uhr, Eintritt: 20.– / 10.–, Mitglieder LVW: Eintritt frei

Dorothee Elmiger – «Aus der Zuckerfabrik»

Eingeführt von Evelyn Schertler Kaufmann

Aus der Zuckerfabrik ist die komprimierte Geschichte einer Recherche, die den Blick öffnet für die Komplexität dieser Welt rings um die Kreisläufe von Kapital, Arbeitskraft und Begehren. Der Text offenbart sich in seiner kühnen Form als Journal voller Beobachtungen – diese verführen uns mit einer Fülle von literarischen Zitaten zum (Mit)träumen. So drängen sich nachts Gestalt gewordene Erinnerungen am Bett der Autorin, sie folgt den Spuren des Geldes und des Verlangens durch Jahrhunderte und Weltgegenden. Dabei entwirft sie Biographien von Mystikerinnen, Unersättlichen und Kolonialisten, studiert die Routen der Schiffe auf dem Atlantik, protokolliert Träume und Fälle von Ekstase und Wahnsinn.

 

Dorothee Elmiger, geboren 1985, lebt und arbeitet in Zürich. 2010 erschien ihr Debüt Einladung an die Waghalsigen, 2014 der Roman Schlafgänger. Ihre Texte wurden vielfach übersetzt, für die Bühne adaptiert und ausgezeichnet, u. a. mit dem Aspekte-Literaturpreis, dem Rauriser Literaturpreis, dem Erich-Fried-Preis und einem Schweizer Literaturpreis.

12.04.21, 19.30 Uhr

COALMINE Café, Türöffnung 18.30 Uhr, Eintritt:  20.– / 10.–, Mitglieder LVW: Eintritt frei